Close

ZIELE
ÜBER IHRE FOLGEN

DAS VERKANNTE MENTALGIFT

In der heutigen Beratungsindustrie geht es nicht mehr ohne. In der Geschäftswelt schon gar nicht.

 

Wer keins hat, der kann nichts werden.

 

Ziele.

Doch die Unkenntnis über die tatsächlichen Nebenwirkungen dieser Ziele Propaganda durch diejenigen, die sie vollmundig und werbewirksam anpreisen, treibt viele Menschen in schwierige Situationen.

 

Wir wollen uns einen Teil des Prozesses genauer ansehen:

 

Wenn Du Dir ein Ziel setzt, so ist das der Ausdruck Deines Wunsches, einen bestimmten Ist-Zustand in einen gewünschten Soll-Zustand zu verändern.

 

Es ist jetzt so aber Du wünschst es Dir so.

 

Problem: auf der un(ter)bewussten Ebene bestätigst Du Dir in Wirklichkeit, dass Du es nicht hast bzw. dass es nicht so ist, wie Du es gerne hättest.

 

Denn: Wenn Du es hättest bzw. wenn es so wäre, wie Du es willst, dann hättest Du das Ziel nicht.

 

Du wünschst Dir Reich zu sein, dann bestätigst Du Dir un(ter)bewusst, dass Du es nicht bist.

 

Du wünschst Dir mit dem Rauchen aufzuhören, dann sagst Du Dir un(ter)bewusst, dass Du es nicht lassen kannst.

 

Du wünschst Dir dünn zu sein, dann programmierst Du Dein Un(ter)bewusstsein damit, dass Du es nicht bist.

 

Etc.

 

Ein Problem hierbei ist, dass das Erkennen des Mangels, des Nicht-habens, Deinen Organismus auf elektromagnetischer und biochemischer Ebene schwächt. Du stellst fest, dass Du etwas was Du Dir wünschst nicht hast und das schwächt Dich.

 

Tatsächlich lasst lässt sich der durch Zieldenken eingeleitete Prozess auf biochemischer Ebene exakt verfolgen: beim Erkennen des Nicht-habens sinkt das Leistungsniveau des gesamten Zellverbundes (Körper) signifikant ab.

 

Es ist also in Wirklichkeit eine total verdrehte Welt: je mehr Ziele, desto ehrgeiziger, desto weniger Energie und Leistung. Allerdings passt eine ziellose Philosophie natürlich nicht in unser Verständnis einer Leistungsgesellschaft.

 

Ziele haben aber auch einen anderen Aspekt: Ziele sind Kontrolle: man will etwas in der Zukunft kontrollieren. Un(ter)bewusst ist Kontrolle aber ein Ausdruck von Angst. Wenn ich keine Angst habe, muss ich auch nichts kontrollieren. Wer also kontrolliert versetzt sein System in einen permanenten Zustand von Angst – un(ter)bewusst natürlich. Bewusst gaukelt einem das Ego vor, man sei in Kontrolle der Situation. Ist man aber nicht.

 

Wir leben in einer Zeit, in der das Zieldenken überhand genommen hat. Ziele & Leistung sind die Grundträger unserer sozialen und wirtschaftlichen Kultur. Wer keine Ziele hat ist ein Loser und wer sie nicht erreicht erst recht.

 

Da haben wir das nächste Problem mit Zielen:

 

Setzt man sich eins, implantiert man unterbewusst simultan die Angst, dieses Ziel nicht zu erreichen.

 

Kürzlich ergab eine Studie der Harvard University, dass bis 2020 jeder 2. Amerikaner unter einer Form psychischer Störung leiden wird. Erste Resonanzen aus der Fachwelt zeigen auf das Leistungsdenken bzw. den Leistungsdruck unserer modernen Gesellschaft.

 

Leistungsdruck kommt nur von Zielen.

 

Ziele sind auch sehr limitierend:

 

Denn, setzt man ein Ziel, so setzt man sich auch meistens den Weg, wie man das Ziel erreichen will (Kontrolle!).

 

Ein weiteres Problem: Durch die unser Leben maßgeblich bestimmende Selektive Wahrnehmung limitieren wir nun die Möglichkeiten, das zu erhalten was wir wollen, weil wir es ganz einfach praktisch nicht wahrnehmen.

 

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies: Wenn Du Dir das Ziel setzt, innerhalb der nächsten 5 Jahre 1 Million Euro anzusparen, in dem Du hart arbeitest und in Deinem Beruf aufsteigst usw., dann schließt Du alle anderen Möglichkeiten aus. Auf un(ter)bewusster Ebene drückst Du dadurch aus, dass Du es ausschließt in 1 Jahr mit wenig Arbeit 5 Millionen Euro zu verdienen.

 

Da die Selektive Wahrnehmung Dir immer Dein prominent vorherrschendes Denken (Deine Glaubenssätze) bestätigt, wirst Du andere Möglichkeiten praktisch nicht wahrnehmen.

Jeder kennt das: Wir interessieren uns für Mini Cooper. Plötzlich sehen wir an jeder Ecke Mini Cooper. Die waren vorher auch da. Die 1er BMW sehen wir nicht so sehr….

 

Die Selektive Wahrnehmung ist eines der wichtigsten Lenkinstrumente des Menschen. Schlimm genug, dass die meisten Menschen nichts darüber wissen. Viel schlimmer noch, dass wir ihre Wirkung und Nutzen für uns mit dem laufenden Ziele-Setzen untergraben.

 

Mit Zielen sollte man also sehr vorsichtig umgehen. Auch mit diversen Abwandlungen der Ziele: z.B. Visualisieren. Dadurch bestätigst Du Dir dann praktische jedes mal auf optischem Wege, dass Du das was Du willst nicht hast, sonst würdest Du es nicht visualisieren müssen, weil es ja tatsächlich da ist!

 

PS: Ziele sollte man in diesem Zusammenhang übrigens nicht mit Plänen verwechseln!

 

Wenn Du Dir also das nächste Mal ein Ziel setzen willst, solltest Du evtl. Folgendes bedenken:

 

Wenn Du Dir ein Ziel setzt, dann drückst Du aus, dass…

 

… Du von dem, was Du willst, getrennt bist = Trennung.

… Du einen Mangel empfindest = Mangeldenken.

… Du etwas willst, es brauchst = Wollen = Trennung = Mangel.

… Du etwas in der Zukunft kontrollieren willst.

… Du jetzt unzufrieden bist, sonst würdest Du das Jetzt nicht ändern wollen.

 

Mehr über den Umgang mit Zielen und wie Du sie mit einer tatsächlich wirkungsvollen Technik ersetzen kannst, erfährst Du durch den Genius Code.

Artikel teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on google
Google+
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn